Kinder können lieben. Und wie! Pünktchen zum Beispiel liebt Anton. Und Anton liebt Pünktchen. Das ist nun einmal so, da dürfen die anderen Kinder ruhig spotten. Und da macht es auch nichts, dass Pünktchens Vater ein reicher Strumpffabrikant ist und Anton sehr arm. Die beiden halten zusammen. In der Not besonders, und Anton ist in Not. Einen Vater hat er nicht mehr, und seine Mutter ist krank geworden. Nun muss er das Geld verdienen, nachmittags und abends, in dem Wirtshaus, in dem seine Mutter sonst kellnert. Nur damit sie den Job nicht verliert. Da kann er Pünktchens Hilfe schon gebrauchen. Irgend jemand muss dem Lehrer ja schliesslich erklären, warum Anton im Geschichtsunterricht immer einschläft … Wenn Pünktchen es allerdings nicht übertriebe mit der guten Absicht! Abends nämlich, wenn ihre Erzieherin Fräulein Andacht sich von dem Ganoven Robert schöne Augen machen lässt, stiehlt sie sich aus dem Haus und verkauft Streichhölzer, damit Antons Mutter zur Erholung in die Berge fahren kann. Klar, dass das nicht unbemerkt bleibt. Und gut, dass Anton aufpasst, als Robert dem Fräulein Andacht die Schlüssel zur Strumpffabrikantenvilla stibitzt. So kann er den Einbruch verhindern, und bei der Gelegenheit gleich Pünktchens Eltern kennenlernen ...